Juliette Folville

Heute vor 80 Jahren, am 28. Oktober 1946, starb die Pianistin, Violinistin, Cembalistin, Klavierlehrerin, Komponistin und Dirigentin Juliette Folville.

Juliette Folville wurde am 5. Januar 1870 im belgischen Lüttich geboren und erhielt ihren ersten Musikunterricht von ihren Eltern. Sie studierte am Konservatorium in Lüttich und beendete ihr Studium mit Auszeichnung. Juliette Folville gab Konzerte in ganz Europa und trat nicht nur als Pianistin und Violinistin in Erscheinung, sondern auch als Dirigentin. Eine ausführliche Biografie findet sich beim Sophie Drinker Institut und eine (möglicherweise unvollständige) Werkliste in der englischsprachigen Wikipedia.

Ob Juliette Folville mehr als die beiden derzeit bei IMSLP verfügbaren Orgelwerke geschrieben hat, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.
Beide Werke sind wohl im Jahr 1912 erschienen und über „Communion“ habe ich in meinem Beitrag über das Zine zu meinen Lieblingsstücken folgendes geschrieben:

In H-Dur steht das kurze Stück „Communion“ der belgischen Komponistin Juliette Folville. Ein inzwischen verstorbener Kollege hatte das Stück einmal gesetzt und mir eine Kopie überlassen; dort ist die Pedalstimme ausnotiert. In der Version bei IMSLP (Stand September 2026) ist die Pedalstimme mit im zweiten System notiert und das Stück wäre so auch manualiter bzw. auf dem Harmonium spielbar. H-Dur liegt ziemlich gut in der Hand und ich kann das Stück wirklich empfehlen.

Ende März 2020 nahm ich in der evangelischen Kirche Griedel an der Bernhard-Orgel von 1911 Juliette Folville’s „Verset sur le thème du «Tantum», 6e ton“ auf. Die mir von einem Kollegen überlassene von ihm selbst gesetzte Fassung endet in h-Moll; die Fassung bei IMSLP jedoch in D-Dur, was mir rückblickend betrachtet plausibler erscheint. Aber für einen ersten Eindruck verlinke ich hier zum Video bei Vimeo und werde das Stück bei Gelegenheit neu aufnehmen. Spielbar ist es grundsätzlich auch manualiter bzw. auf dem Harmonium.


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