Lena Annika Beesemer

Lena Annika Beesemer ist eine norwegische Komponistin und Organistin, die ihre Werke bei IMSLP veröffentlicht. Ich schreibe diesen Beitrag im August 2026 und zu diesem Zeitpunkt sind es fünf Werke für Orgel, die dort online zu finden sind.

Lena Annika Beesemer schreibt für große Orgeln. Oft wird ein Manualumfang bis zum a’‘‘ (A6) benötigt, wenngleich sich die jeweiligen Passagen durch geschicktes Oktavieren auch auf kleineren Instrumenten spielen lassen; mindestens zwei Manuale, eines davon schwellbar, sind erforderlich.

Im Jahr 2019 entstand „Northern Lights“, eine Fantasie für Orgel. Die Aufführungsdauert ist mit 25 Minuten angegeben. Ein 30-töniges Pedal ist nötig, will man die schöne Zweistimmigkeit im Pedal so spielen wie geschrieben. Um das farbenreiche Stück angemessen umzusetzen, empfiehlt sich eine Orgel mit einer entsprechenden Registerzahl – konkrete Angaben zur Registrierung finden sich nicht in den Noten, Lautstärkeangaben und gewünschte Manualwechsel hingegen schon.

Mit 12 Minuten Aufführungsdauer ist die 2024 geschriebene „Toccata & Fuge“ vergleichsweise kurz. Es genügt ein 27-töniges Pedal, dafür ist in zwei Takten ein Manualumfang bis a’‘‘ erforderlich, wobei ich da wie bereits eingangs erwähnt eine Oktavierung für machbar halte – es wäre schade, das Stück nur wegen dieser beiden Takte nicht zu spielen, wenn die Orgel ansonsten ausreichend groß ist und zwei Manuale für die nötigen Klangwechsel hat. In der Fuge genügt ein Manualumfang bis f’‘‘ (F6).

Die drei Orgelsymphonien, 2024, 2025 und 2026 geschrieben, sind große Werke für ebensolche Instrumente und für Expert*innen auf der Orgelbank – wer auf der Suche nach interessanter, zeitgenössischer Orgelmusik ist, die auch ein Publikum anspricht, das sich noch nicht intensiv mit moderner Musik befasst hat, sollte sich diese Werke einmal näher anschauen. Aktuell, aber nicht störrisch, und mit Anklängen an vergangene Epochen, so würde ich die Tonsprache beschreiben.

Die Symphonie No. 1 in C hat vier Teile: Allegro moderato – Scherzo, allegro agitato – Adagio – Allegro maestoso. Es werden zwei Manuale mit einem Umfang bis zum f’‘‘ (F6) und 27-töniges Pedal benötigt. Die Aufführungsdauer beträgt 25 Minuten.

Für die Symphonie No. 2 in D, die aus einem Satz mit fließenden Tempo- und Charakterwechseln besteht, braucht es ebenfalls zwei Manuale, Umfang bis a’‘‘ (A6) und 27-töniges Pedal. Die Aufführungsdauer beträgt wie bei der ersten Orgelsymphonie 25 Minuten.

Mit 45 Minuten ist die Symphonie No. 3 in a-Moll ein echtes „Dickschiff“ – es genügen aber zwei Manuale bis f’‘‘ (F6) und ein 27-töniges Pedal. Die vier Teile sind überschrieben mit Allegro con fuoco – Scherzo: allegro vivace – Adagio – Allegro moderato, fuga maestoso, coda.

Aber auch für Spieler*innen mit kleineren Instrumenten und/oder wenig Übezeit oder Erfahrung finden sich zwei lohnende Stücke bei IMSLP:

Zum einen eine gut gemachte Orgelbearbeitung von Edvard Griegs op.12/3, dem „Vægtersang“ aus den Lyrischen Stücken (im Original für Klavier) und zum anderen ein wirklich schöner Satz mit Vorspiel und Nachspiel des Chorals „Lobe den Herren“ (Praise to the Lord the Almighty).

Dieser Beitrag wird aktualisiert, sobald mir neue Orgelwerke von Lena Annika Beesemer bekannt werden.


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